„Cashflow is reality“
DHL-CFO Melanie Kreis über den KI-Boom, den Welthandel und warum sie den Chefposten ablehnte.
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Was verraten die Pakete und Frachtflugzeuge von DHL über die Weltwirtschaft? Und warum verlässt eine erfolgreiche Finanzchefin nach mehr als zwei Jahrzehnten den Konzern, obwohl sie auch an dessen Spitze hätte stehen können?
In der neuen Folge von „Money Matters“ trifft Ellen Frauenknecht auf Melanie Kreis, CFO von DHL, am Konzernsitz in Bonn. Sie erklärt, warum der Welthandel trotz geopolitischer Krisen robuster ist als vielfach angenommen, wie der KI-Boom die Nachfrage nach Luftfracht antreibt und weshalb DHL von steigenden Frachtraten profitiert. Gleichzeitig investiert der Logistikkonzern Milliarden in seine Zukunft – insbesondere in Automatisierung und Robotik.
Doch nicht alle Geschäftsbereiche wachsen. Während DHL international zulegt, schrumpft das klassische Briefgeschäft in Deutschland dramatisch. Kreis spricht über steigende Kosten, höhere Portopreise und die Frage, ob eine Abspaltung des deutschen Postgeschäfts sinnvoll wäre.
Persönlich wird es, als die Managerin über ihren bevorstehenden Abschied spricht. Im Mai 2027 gibt sie nach mehr als zehn Jahren den CFO-Posten ab. Warum wollte sie nicht Konzernchefin werden? Was reizt sie an einem Leben jenseits des operativen Managements? Und welche Rolle soll finanzielle Bildung dabei spielen?
Als Präsidentin des Deutschen Aktieninstituts setzt sich Kreis für eine stärkere Aktienkultur ein. Sie erklärt, warum Deutschland beim langfristigen Vermögensaufbau wertvolle Jahrzehnte verloren hat und weshalb sie auch die Beschäftigten von DHL zu Aktionären machen möchte.
Zum Schluss verrät die frühere Physikstudentin, welche Investition sie für eine ihrer besten Entscheidungen hält, wie häufig sie auf den Aktienkurs schaut und warum für sie am Ende vor allem eine Kennzahl zählt: der Cashflow.
Schreiben Sie Ellen Frauenknecht gerne persönlich Ihre Anregungen und Eindrücke zu der dritten Folge und Wünsche für die kommenden Folgen an moneymattersATmediapioneer.com
Redaktion: Marc Saha
Produktion: Ingo Notthoff & Till Robert Zobel
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