Konjunkturerwartungen

Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft

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 © Dpa

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich im März 2025 verbessert. Der ifo-Index stieg auf 86,7 Punkte, nach 85,3 im Februar. Der Index wird auf Basis einer Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften ermittelt.

Die deutsche Wirtschaft hofft auf Besserung

Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts

Trendwende: Die Unternehmen äußerten sich positiver zur aktuellen Lage, und ihre Erwartungen nahmen deutlich zu. Das milliardenschwere Fiskalpaket von Union und SPD gilt als Signal an die Finanzmärkte, dass Deutschland in Zukunft investiert – insbesondere in Verteidigung und Infrastruktur.

Ebenfalls positiv: Die Entwicklung des Einkaufsmanagerindex (PMI) des Finanzdienstleisters S&P Global. Dieser stieg im März auf 50,9 Punkte – den höchsten Wert seit Mai 2024.

Allerdings: „Das Ifo-Plus hängt auch mit einer weltweiten Erholung der Industriekonjunktur zusammen“, so Jörg Krämer, Chefvolkswirt bei der Commerzbank.

Die milden Temperaturen begünstigten zudem den Bau, mit 18.000 genehmigten Wohnungen im Januar 2025 – ein Plus von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Industrie konnte ihre Produktion leicht steigern, was die Bundesbank bereits dazu verführte, für das erste Quartal ein Mini-Wachstum zu prognostizieren.

Nicht zu früh freuen: „Ein echter Aufschwung braucht einen Neustart in der Wirtschaftspolitik“, warnt Krämer.

In dieselbe Kerbe schlägt Prof. Hans-Werner Sinn, ehemaliger Ifo-Präsident, im Pioneer-Podcast. Er zieht eine schonungslose Bilanz der ökonomischen „Schönwetterperiode“ der vergangenen Jahre und fordert eine grundlegende Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik.

„Wir müssen alle auf Lebensstandard verzichten“

Ökonom Prof. Hans-Werner Sinn im Gespräch mit Gabor Steingart

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Veröffentlicht in The Pioneer Briefing Business Class Edition von Gabor Steingart.

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