Nach den mehrtägigen Verhandlungen im Saudi-Arabischen Riad konnten sich Russland und die Ukraine über den Vermittler USA auf eine Waffenruhe im Schwarzen Meer einigen. Laut dem ukrainischen Außenminister Rustem Umerov haben sich die Parteien auf folgendes verständigt, wie er auf X mitteilte:
Es soll eine sichere Schifffahrt im Schwarzen Meer gewährleistet sein. Die militärische Nutzung von Handelsschiffen sei untersagt. „Jede Bewegung russischer Militärschiffe außerhalb des östlichen Teils des Schwarzen Meeres“ sei eine Verletzung der Übereinkunft.
Es soll keine Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine und Russland geben.
Drittstaaten sollen die Umsetzung der Energie- und Maritimen Vereinbarungen unterstützen.
Alle Parteien arbeiten weiterhin an einem dauerhaften Frieden.
Die USA sollen die Ukraine beim Austausch von Kriegsgefangenen, der Freilassung von Zivilisten und der Rückkehr von zwangsweise überführten ukrainischen Kindern unterstützen.
Nachdem die USA unter dem Sondergesandten Steve Witkoff am Sonntag mit ukrainischen Vertretern über Vorschläge zum Schutz von Energieanlagen und kritischer Infrastruktur gesprochen hatten, verhandelten die Amerikaner gestern und heute mit der russischen Delegation.
Eine offizielle gemeinsame Erklärung Russlands und der USA hat es nach den Gesprächen nicht gegeben. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass sagte der russische Gesandte Grigori Karasin: „Es war ein intensiver Dialog, nicht einfach, aber sehr nützlich für uns und die Amerikaner".
Kreml-Sprecher Dimitri Peskow erklärte, dass die Inhalte der amerikanisch-russischen Gespräche vor allem technisch“ gewesen seien und daher nicht öffentlich gemacht werden. Die Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine sollen weitergeführt werden – einen konkreten Zeitpunkt dafür nannte aber keiner der Beteiligten.